Schwarz weiß Portrait der Künstlerin Penny Monogiou, vor einem ihrer Bilder

MeetPenny Monogiou

Die zypriotische Künstlerin Penny Monogiou (1989) studierte Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Athen (2007-2013) bei Professor Yannis Psychopedis. Ihre Arbeiten wurden in Gruppen- und Einzelausstellungen in Zypern, Griechenland, Frankreich, Deutschland und Istanbul präsentiert. Sie wurde mit dem 1. Preis der 6. Studentenbiennale 2011 geehrt. Ihre Skulptur „Through Time“ wurde für die Dauerausstellung des Flughafens Eleftherios Venizelos in Athen ausgewählt. Im Jahr 2013 zog sie nach Hamburg, Deutschland, wo sie ihre Studien im Bereich Videoanimation fortsetzte. Sie ist Mitgründerin von Compassion Creative Collective, ein gemeinnütziges Künstlerkollektiv. Das Kollektiv setzt sich für den Abbau sozialer Stigmatisierungen ein. Es stellt die Anerkennung von individuellen Unterschiedlichkeiten in den Mittelpunkt und möchte für Solidarität und Mitgefühl im Umgang mit ihnen plädieren. Penny Monogiou lebt in Hamburg, wo sie als bildende Künstlerin arbeitet. Seit April 2019 promoviert sie im Fachbereich Philosophie und Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg. Das Œuvre der Künstlerin bewegt sich im Spannungsfeld zwischen politischem Appell, individuellem Leid und Identitätsfragen. Während ihres zweimonatigen Aufenthalts in Leipzig erschuf Monogiou eine expressive Serie an Porträtmalereien. Inspiriert durch Ausflüge in den Dresden Zwinger und beeinflusst von persönlichen Erfahrungen mit griechischen Ikonenmalerei, kreiert die Künstlerin Figuren, die historische Schönheitsideale aufgreifen und gleichzeitig mit ihnen brechen. Einen Frau im barocken Kleid mit Blumenbouquet, eine farbenfrohe Madonnen Darstellung, ein feiner Herr im Anzug - doch ihre Gesichter sind entstellt. Wulstige Nasen, übergroße Köpfe und verzerrte Münder lassen die RezipientInnen stutzen und näher herantreten. Die vehemente Suche nach etwas Vertrautem, einer bekannten Gefühlsregung oder einer identifizierbaren Mimik, bleibt erfolglos. Die starren, fratzenhaften Gesichter sind so schwer zu lesen, wie die Menschen der heutigen Gesellschaft.

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